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FLECKVIEH AUSTRIA beeindruckt die Welt

 


Fleckviehzüchter und Fleckviehfans aus ganz Europa und Übersee zollten der Arbeitsgemeinschaft österreichischer Fleckviehzüchter als Veranstalter des 26. EVF-Kongresses in Baden bei Wien und in Ried sowie der Bundesfleckviehschau 2005 im Rahmen der Rieder Messe uneingeschränktes Lob über die tollen Veranstaltungen. Man hat so etwas noch nie erlebt und ist begeistert von der österreichischen Fleckviehzucht. Ein schönerer Dank ist für die Verantwortlichen der beiden seit zwei Jahren vorbereiteten Großevents wohl nicht mehr möglich.
Rund 200 Teilnehmer aus 16 europäischen Fleckviehländern beschäftigten sich während des 5-tägigen Kongresses mit Fragen der europäischen Fleckviehzucht, der Harmonisierung des Zuchtzieles, der Exterieurbeurteilung, der neuen Herausforderungen an die Leistungsprüfung und an die Zuchtprogramme, die Möglichkeiten der markergestützten Selektion sowie die Erhaltung und Verbesserung der Fleischleistung und Fleischqualität beim Fleckvieh. Durch zahlreiche Besichtigungen auf bestens geführten Fleckviehzuchtbetrieben wurde die angewandte Zuchtpraxis dargestellt. Nach Aussage vieler Gäste war jeder Betrieb ein Höhepunkt für sich. 
Die Zuchtverbände NÖ Genetik Rinderzuchtverband, Rinderzucht Steiermark, Rinderzuchtverband Salzburg und die NÖ Genetik Rinderbesamung GmbH leisteten perfekte Arbeit, um die Fachexkursionen höchst attraktiv vorzubereiten und abzuwickeln. Die OÖ Besamungsstation GmbH Hohenzell bot eine hervorragende Präsentation ihrer wichtigsten Stiere vor versammelten Rängen mit Besuchern aus aller Welt und lud in einem eigens aufgestellten Festzelt die internationale Fleckviehwelt zu einem abendlichen Festprogramm. Auch der Arge Rind gilt es zu danken für die perfekte Präsentation der österreichischen Rindermast vor dem internationalen Fachpublikum. Der FIH zeichnete für die Bundesfleckviehschau auf seinen Verbandsanlagen verantwortlich. Organisation und Abläufe funktionierten äußerst professionell.
Anreisetag – Tag der offenen Tür in zwei nö. Zuchtbetrieben
Schon der erste Kongresstag wurde intensiv zum Kennenlernen der österreichischen Fleckviehzucht genützt. Die beiden Spitzenbetriebe Franz Maier, Innermanzing, (Züchter des Vererbers RESS) und Milchhof Steiner in Hernstein öffneten ihre Stalltüren und nahmen die internationalen Gäste auf ihren Höfen auf. Der Nö. Genetik Rinderzuchtverband unterstützte diese Vorstellung hervorragend. 
Die Gäste wurden schließlich mit einem von der Stadt Baden gesponserten Heurigenabend im Streiterhof für die Tagesstrapazen angenehmst „entschädigt“.
Intensive fachliche Diskussion bei der Ausschusssitzung der EVF
Während die übrigen Teilnehmer des Kongresses ein unvergessliches Sightseeingprogramm in Wien absolvierten, hielten die Mitglieder des EVF-Ausschusses ihre statutengemäße Sitzung ab. 10 Tagesordnungspunkte wurden abgehandelt, um für die Generalversammlung am nächsten Tag entsprechende Beschlussvorschläge und Berichte vorlegen zu können. 
Der Generalsekretär der EVF Dr. Georg Röhrmoser berichtete über die Ergebnisse der europaweiten Datenerhebung über die Fleckviehpopulation in den Mitgliedsländern, zum Eurotestprogramm, zur Diskussion um das Zuchtziel in der Zweinutzung sowie über die Namensgebung der EVF in den verschiedenen Sprachen. Von den 18 Mitgliedsländern waren 15 anwesend und eine Stimmrechtsübertragung seitens Rumäniens erging an Österreich.
Die Teilnehmerländer:
Dänemark, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn,
Eine Besonderheit dieser Ausschusssitzung war die Aufnahme der Länder Ukraine und Albanien in Form eines zweijährigen Vorbeitrittsreglements (Beobachterstatus). Die Fleckviehzucht in diesen Ländern ist in guter Entwicklung und soll durch die Mitarbeit in der EVF weiter vertieft werden. Österreich unterstützt seit Jahren den Aufbau der Fleckviehzucht in diesen Ländern.
Die Kongressteilnehmer und weitere ausländische Delegationen aus Costa Rica, Mexiko, Kanada und der Türkei, eingeladen und betreut von der GENETIC AUSTRIA unter Dr. Martin Mayer, trafen sich auf Einladung des Bürgermeisters von Wien zu einem gemütlichen und familiären Empfang beim Fuhrgasslhuber in Neustift/Wald. Den Wiener Bürgermeister vertrat der für die Landwirtschaft zuständige Gemeinderat Karl Heinz HORA. Er teilte mit, dass es in Wien immerhin 66 Rinder gibt.
26. Generalversammlung im Congress Casino Baden
Bundesminister Dipl. Ing. Josef Pröll spricht zu den europäischen Fleckviehzüchtern
Das festliche Ambiente und der beeindruckende Rahmen im Congress Casino Baden ließ die Generalversammlung der EVF zu einem besonderen Erlebnis werden. Die Veranstaltung wurde durch die Anwesenheit von Bundesminister Dipl. Ing. Josef Pröll besonders ausgezeichnet. Sein Grußwort, welches so wie die gesamte Veranstaltung in englischer Sprache simultan übersetzt wurde, fand international hervorragenden Anklang. Der Minister ermutigte die europäischen Fleckviehzüchter zur konsequenten Fortsetzung ihrer züchterischen Arbeit mit der Doppelnutzungsrasse Fleckvieh. Als künftiger „Landwirtschaftsminister Europas“ während der EU-Präsidentschaft im nächsten Jahr hatte sein Wort besonderes Gewicht. Der Bürgermeister der Kongressstadt Baden KR Prof. August Breininger gab seiner Freude über die Durchführung des Fleckviehkongresses in seiner Stadt Ausdruck.
Für die Ukraine sprachen Vizelandwirtschaftsminister Viktor Pabat und für Albanien Tierzuchtdirektor Njazi Tahiraj den Wunsch um Aufnahme in die EVF aus. In spätestens 2 Jahren umfasst die EVF dann 20 Länder. 
Das Präsidium der EVF wurde neu gewählt: 
Das Ergebnis:
Präsident Ing. Richard Pichler, Österreich - Wiederwahl
1. Vizepräsident Franz Stürzer, Deutschland - Wiederwahl 
2. Vizepräsident Marjan Spur, Slowenien - Neuwahl
1. Generalsekretär Dr. Georg Röhrmoser, Deutschland - Wiederwahl
2. Generalsekretär Prof. Dr. Joszef Stefler, Ungarn - Wiederwahl
Ebenso wurde ein umfangreiches Arbeitsprogramm für die nächsten zwei Jahre beschlossen, wobei im Rahmen der nächsten Ausschuss-Sitzung im Mai 2006 im Mitgliedsland Frankreich eine Zwischenbilanz gezogen werden wird. 
Mit besonderem Applaus wurde die Einladung für die 27. Generalversammlung durch die kroatischen Delegierten Prof. Dr. Pavo Caput und Dr. Milan Bolic entgegengenommen. Dieser Kongress wird im September 2007 in Zagreb stattfinden. 
Die EVF ehrt verdienstvolle Persönlichkeiten der 
internationalen Fleckviehzucht
Die Würdigung der Verdienste von vier Persönlichkeiten in der europäischen Fleckviehzucht war ein besonderer Höhepunkt dieser Generalversammlung in Österreich. 
In der ungarischen Fleckviehzucht erwarb sich Frau Roza Toth hohe Wertschätzung. Sie führte nicht nur einen großen Fleckviehzuchtbetrieb mit hervorragender Tierqualität, sondern war auch in der Europäischen Vereinigung lange Zeit Vizepräsidentin und repräsentierte die Fleckviehrasse nach besten Kräften. 
Die allseits bekannten Persönlichkeiten aus Forschung, Wissenschaft und angewandter Zuchtpraxis Dr. Gottfried Averdunk, Dr. Alphons Gottschalk und Prof. Dr. Hans Kräußlich, alle aus Bayern stammend, wurden mit höchster Zustimmung der Generalversammlung ausgezeichnet. Ihre Verdienste um die deutsche, österreichische, europäische und weltweite Fleckviehzucht würden ein dickes Buch füllen, sodass nur fragmentartig in den Laudationes von Richard Pichler auf die Verdienste eingegangen werden konnte. Prof. Dr. Hans Kräußlich dankte im Namen aller Geehrten in Form eines Kurzreferates, in dem er die riesigen Chancen und Potentiale der Fleckviehrasse in der Zweinutzung hervorhob und dringend eine Harmonisierung der Namensgebung sowie auch die Umsetzung eines wirksamen, internationalen Fleckviehmarketingkonzeptes verlangte. 
Die neue Homepage: www.evf-esf.info
Dr. Josef Kucera als neuer Delegierter der tschechischen Fleckviehzucht – er löste Frantisek Hreben als 2. Vizepräsidenten ab - gleichzeitig Vizepräsident der Welt Simmental Fleckvieh Vereinigung und vielsprachiger Fleckviehexperte stellte die neue Homepage der EVF vor. Der Leser möge sich zunächst einmal die Portalseite ansehen.
Hochinteressante Fachreferate von Experten aus Deutschland, Irland und Österreich
Der Leiter der Zuchtwertprüfstelle Grub in Bayern, Landwirtschaftsdirektor Bernd Luntz, nahm zu grundlegenden Fragen der Leistungsprüfungen und der Zuchtplanung Stellung. 
Seine Zusammenfassung: Die Leistungsprüfung muss sich mit der genaueren Erfassung von Gesundheitsdaten auseinandersetzen. Die EDV-Ausstattung der Betriebe muss besser genutzt werden. Reserven im Zuchtprogramm sind unbedingt zu nützen, wobei die bessere Streuung und der Einsatz der Bullenväter auf breiterer Basis wichtig ist. 
Zum Thema „Zuchtstrategien beim Fleckvieh aus Sicht der Zuchtorganisationen“ referierte Dr. Fritz Führer aus Niederösterreich. 
Seine Botschaft: Fleckvieh ist die vielfältigste Rinderrasse weltweit, die Zuchtprogramme müssen dies berücksichtigen und das größte Maß an Sicherheit gewährleisten. Die Fleckviehländer in Mittel-, Süd- und Osteuropa müssen in die Zusammenarbeit integriert werden. 
Stellvertretend für den erkrankten Universitätsprofessor Dr. Hans Sölkner verstand es Frau Dipl. Ing. Marlies Dolezal von der Universität für Bodenkultur Wien, hervorragend, die Zuhörer über die „Ergebnisse der Forschungsprojekte zur markergestützten Selektion und deren Anwendung in der Zuchtpraxis“ zu informieren. Im Mittelpunkt stand der Bericht über das „Projekt BovMAS“, in welchem die Fleckviehzucht in Deutschland und Österreich mit rund 40.000 Milchproben von 18 verschiedenen Vaterlinien einbezogen ist. 
Ihr Resümee: Die Rinderzucht ist ein extrem innovativer Sektor, in dem neue Erkenntnisse schnell akzeptiert und umgesetzt werden. Eine interessante Möglichkeit ist die Nutzung von Genmarkern und Markergenen. Diese Molekulargenetik hat aber immer auf das Ziel Bedacht zu nehmen, nicht nur leistungsstarke, sondern gesunde und vitale Kühe zu züchten.
Über „Strategien der Europäischen Fleckviehzucht zur optimalen Eignung als Zweinutzungsrasse auch in der Fleischproduktion“ sprach der Ire Dr. Al Grogan und informierte vor allem über die Entwicklung in Irland. Durch die starke Zunahme der Holstein-Genetik in den Milchherden werden dort verstärkt großrahmige Fleischrassen zur Gebrauchskreuzung und Einstellerproduktion eingesetzt und haben das Fleckvieh verdrängt. Zur besseren Positionierung der Rasse wurden in der Zuchtwertschätzung die wichtigen Merkmale des Absetzgewichtes, der wertvollen Fleischteile und der Fruchtbarkeit und Abkalbung im maternalen Bereich, welche bei der Neuausrichtung der Rasse als Mutterbasis wichtig ist, ergänzt, wodurch zuletzt die Besamungszahlen mit reinrassigem Fleckviehsperma wieder zunahmen. Zur Verbesserung der Ertragslage für die Milchbauern wird zudem die Einbindung von Fleisch- und funktionalen Merkmalen im Gesamtzuchtwert der Milchviehzucht diskutiert.

Perfekte und breitgefächerte Fleckviehpräsentation in Pyhra
Landesrat Dipl. Ing. Josef Plank und das Kammerpräsidium mit NR Ing. Hermann Schultes und Theresia Meier trafen die Kongressteilnehmer am wichtigen Bildungsstandort der Fachschule Pyhra. Direktor Ing. Franz Fidler zeigte sich stolz, dass er die europäischen Gäste aufnehmen durfte, ebenso erfreut war die Vizebürgermeisterin der Gemeinde Pyhra, Frau Maria Hinterhofer, über den hohen Besuch. Auch Dr. Konrad Blaas, Dipl. Ing. Josef Wiesböck von der Tierzuchtabteilung des BMLFUW, ZAR-Geschäftsführer Mag. Franz Sturmlechner, der nö. Tierzuchtdirektor Dr. Andreas Moser und sein Amtsvorgänger Dr. Bruno Laber befanden sich unter den Ehrengästen. Verbandsobmann Karl Grundböck, Geschäftsführer Dr. Fritz Führer und Jungzüchterobmann Ing. Erich Stockinger stellten die NÖ Fleckviehzucht mit verschiedenen Schaubildern vor, besonders beeindruckend waren die Topkühe des Schulstalles Pyhra und die Nachzuchtgruppen mit Kalbinnen nach den Stieren DIONIS und MANDL. Einen gewaltigen Eindruck nahmen sich die Gäste auch vom Kooperationsstall Perschlingtalmilch mit nach Hause. Die vier Besitzer dieses Betriebes und der fachliche Betreuer, Ing. Hubert Schagerl, lieferten umfangreiche Informationen über die 155 köpfige Fleckviehherde sowie über das gesamte Konzept des Betriebes bis hin zur hofeigenen Milchverarbeitung. Die Schmankerl aus der Direktvermarktung an der Fachschule Pyhra wurden besonders verlockend serviert. 

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll lud zu einem Abendempfang im Schloss Weikersdorf in Baden
Dipl. Ing. Josef Plank begrüßte die Gäste in Vertretung des Herrn Landeshauptmannes. Ein weiterer wichtiger Hauptsponsor war die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, vertreten durch Mag. Kurt Schausberger. vertreten durch Mag. Kurt Schausberger. Es darf noch dankend angemerkt werden, dass auch die in Baden ansässige NÖM AG ebenfalls zu den Sponsoren zählte.
Der festliche Empfang in Form eines Abendessens mit Operettenmusik und Tanzdarbietungen führte die Gäste in die Welt der leichten Muse im Musikland Österreich. Gleichzeitig war es aber auch der feierliche Abschied vom dreitägigen Aufenthalt in der Kurstadt Baden in Niederösterreich. Auf der langen Reise von Baden nach Ried i. Innkreis erfolgte in St. Valentin ein Zwischenstopp, bei dem die Kongressteilnehmer ein reichliches und köstliches Lunchpaket der Berglandmilch regGenmbH entgegen nahmen. Gut gestärkt konnten Sie dann am großen Vorführring in Ried das besondere Highlight der österreichischen Fleckviehzucht – die Bundesfleckviehschau 2005 – miterleben. 


Ein großes Erlebnis – die Eröffnung 
der Bundesfleckviehschau 2005

Ein großartiges Erlebnis nicht nur für die Kongressgäste, sondern für die Besucher aus aller Welt war die Eröffnung der diesjährigen Bundesfleckviehschau im Rahmen der Rieder Messe. Die olympische Idee, die Wettkampfgruppen nach Ländern einziehen zu lassen, fand bei den zahlreichen Zuschauern höchste Akzeptanz. Alle Zuchtverbände marschierten mit ihren Ausstellungstieren, begleitet von Fahnenträgern in die Arena ein und wurden dem Publikum vorgestellt. Insgesamt standen 241 Fleckviehtiere von 166 Ausstellern aus 10 Verbandsgebieten im großen Ring. Es bot sich ein äußerst beeindruckendes Bild bei dieser Eröffnungsfeier. 
Obmann ÖR Rudolf Pumberger freute sich über die zahlreichen Ehrengäste, allen voran Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Landwirtschaftsminister, Dipl. Ing. Josef Pröll, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landesrat Dr. Josef Stockinger und COPA-Präsident ÖR Rudolf Schwarzböck. 
Diese bisher größte Bundesfleckviehschau eröffnete schließlich Bundespräsident Fischer persönlich. Er fand für die Züchter ermutigende und lobende Worte, was als besondere Geste der Wertschätzung der österreichischen Rinderzucht empfunden wurde.

Das Preisrichten – mit Spannung erwartet
Der nationale Wettkampf am Nachmittag des ersten Ausstellungstages fesselte die Zuschauer stundenlang, um die Richtergebnisse bis zur Auswahl der Bundeschampions zu verfolgen. Das schwere Amt des Rangierens wurde von den Preisrichtern Bernhard Luntz, Deutschland, Dr. Josef Kucera, Tschechien, Josef Vengrin, Slowakei, Franco Moras, Italien und Dipl. Ing. Imre Füller, Ungarn wahrgenommen.
Als Anerkennung und Wertschätzung der österreichischen Fleckviehzüchter überreichten viele ausländische Delegationen Ehrenpreise aus ihrem Land.

Internationaler Züchterabend in Hohenzell
Für die Verantwortlichen der OÖ Rinderbesamung GmbH in Hohenzell erwies sich der Europakongress und die Bundesfleckviehschau als hervorragend geeignet, das reichhaltige, genetische Potential dieser Station zu präsentieren. Es war dies für die Obmänner Johann Hosner und Franz Traxler sowie für die Geschäftsführer 
Dr. Josef Miesenberger und Dipl. Ing. Franz Kaltenbrunner eine willkommene Herausforderung. Man spürte diese Begeisterung besonders bei Dr. Josef Miesenberger, der nicht nur die Hauptverantwortung für das Management der Bundesfleckviehschau zu tragen hat
e, sondern auch die überaus informative und lebendige Stiervorstellung in Hohenzell vornahm. 
Das Bundesland Oberösterreich und die OÖ Rinderbesamung GmbH überraschten schließlich die internationalen Gäste – zu den Kongressteilnehmern gesellten sich noch weitere Gäste aus 10 Ländern, somit insgesamt 26 – mit einem fantastischem Abendprogramm. In langer Erinnerung wird vor allem das Showprogramm mit Amateurkünstlern aus der Umgebung bleiben. Die Überraschung perfekt gelang dem FIH mit der Verleihung des Ehrenringes an Richard Pichler.

Vom Flachland ins Berggebiet – FLECKVIEH AUSTRIA in der Steiermark und in Salzburg
Als Abschluss des 5-tägigen Programmes konnten sich die Kongressteilnehmer für die sogenannte „Milchexkursion“ in die Steiermark oder für die „Fleischtour“ in das Bundesland Salzburg entscheiden. Diese Teilung hat nichts mit den züchterischen Schwerpunkten dieser Bundesländer zu tun – beide Bundesländer züchten Fleckvieh in erster Linie für die Milchnutzung, aber es sollte auch die Fleischseite für die Kongressteilnehmer vorwiegend aus den angelsächsischen Ländern präsentiert werden, wo sich sehr interessante Betriebe in Salzburg anboten.
Die in der Steiermark vorgestellten Zuchtbetriebe der Familie Schrottshammer in Bad Mitterndorf sowie der Familie Mayer in Möderbrugg waren ein absoluter Volltreffer. Dieser Besichtigungsfahrt schlossen sich auch noch eine Züchtergruppe aus dem Burgenland an. Auch aus der Schweiz kam eine Züchtergruppe extra angereist, um sowohl die Milchtour wie auch die Bundesfleckviehschau mitzuerleben.
Das Bundesland Steiermark wurde von Landesrat Hans Seitinger repräsentiert, die steirische Fleckviehzucht von Verbandsobmann Willibald Rechberger, Geschäftsführer Dipl. Ing. Peter Stückler, Tierzuchtdirektor Dr. Heribert Rohrbacher und Dr. Karl Bauer von der Besamungsstation Gleisdorf. 
Ebenso erfolgreich verlief die Exkursion zu den Betrieben in Salzburg, nämlich zur Rindermästerfamilie Absmanner in Oberndorf und zur Familie Hartl in Saalbach/Hinterglemm mit ihrer 100-köpfigen Mutterkuhherde. Die ARGE Rind unter Leitung von Ing. Rudolf Rogl stellte das Qualitätskonzept am Rindfleischsektor eindrucksvoll vor und verwöhnte die Gäste mit Grillspezialitäten vom Rind. 
Auf der Salzburger Tour, welche nicht nur von den Kongressgästen, sondern auch von zusätzlichen Delegationen aus Thüringen, Albanien und Nordirland genützt wurde, waren Tierzuchtdirektor Dr. Josef Lederer und Geschäftsführerin Dipl. Ing. Irmgard Mitterwallner um die Gäste überaus bemüht. 
Beide Exkursionen wurden von den zuständigen Zuchtverbänden mit reichhaltigen Musik- und Tanzprogrammen begleitet und dies bei herrlichstem spätsommerlichen Wetter. 
Der spätabendliche Abschlusstreff in Ebensee führte die beiden Exkursionsgruppen wieder zusammen. Der allgemeine Tenor war „das war Spitze“. Für die Veranstalter – die Arbeitsgemeinschaft österreichischer Fleckviehzüchter in Zusammenarbeit mit dem Reisebüro PEGASUS unter Leitung von Frau Renate Ilicali sowie der Erzeugergemeinschaft Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel (FIH) als Verantwortlicher für die Bundesfleckviehschau - war die Entgegennahme von viel Lob und Dank aus aller Welt wohl die beste Entschädigung für die umfangreiche Organisationsarbeit.
Ing. Richard Pichler bedankte sich nicht nur bei den Gästen für Ihr Kommen, sondern vor allem auch bei den zahlreichen Sponsoren, die es ermöglicht hatten, das Kongressprogramm finanziell zu bewältigen. Die Molkerei Gmundner Milch, vertreten durch Obmann Josef Antensteiner, übernahm einen Teil der Kosten des Abschlussabends. Zum Zeichen der Aufmerksamkeit, dass der Kongress in Ebensee, also im Zentrum des österreichischen Salzes, seinen Abschluss fand, wurde von Dipl. Ing. Klaus Tscherne, SALINE AUSTRIA, jedem Teilnehmer ein Salzpräsent mit auf den Heimweg gegeben. 
Mit dem Wiedersehensgruß beim 27. Europakongress im September 2007 in Kroatien wurde in Ebensee Abschied genommen. 
Ein Bildbericht über die Bundesfleckviehschau kann über www.landwirt.com. abgerufen werden. Das Live dabei-Team begleitete die Bundesfleckviehschau an den Haupttagen.

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